Montags-Motivation 10/04/17:
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Montags-Motivation 10/04/17

this shit isn’t real

 

 

Letzte Woche hatte ich lustigerweise mit verschiedenen Leuten in verschiedenen Gesprächen sehr oft ein gemeinsames Thema: Instagram. Und die damit verbundene Fantasie-Welt.

Jeden Tag sehen wir sie – die wunderschönen Bilder einer perfekten Welt von perfekten Menschen in perfekten Momenten.
Die meiste Zeit kommt es einem jedenfalls so vor.

Viele von euch wissen ja, dass ich mittlerweile nicht mehr ganz so häufig auf Instagram poste. Früher waren es mindestens drei Bilder am Tag, heute ist es meistens nur noch eines.
Und zwar einfach aus dem Grund, dass ich noch ein Leben abseits von Instagram habe. Oft vergesse ich auch auf die Insta-Story und fühle mich dann schuldig, wenn ich am Ende des Tages das geile Mittagessen nicht eingefangen habe.

Aber ganz ehrlich: das ist doch grade das coole dran, dass man beim leckeren Essen mal nicht an Instagram gedacht hat, oder?
Dass man einfach mal sein Leben genießt, ohne mit seiner Handy-Kamera zu sprechen. Dass man den Moment im Leben mal so wirklich schätzen kann, ohne davor nach dem Wi-Fi Passwort gefragt zu haben.

Und oft mal kann diese Instagram-Welt richtig frustrierend werden.
Gerade wenn man kein Blogger ist und nicht weiß, dass das nur eine 50x50cm kleine Mamo-Platte ist, auf der der viel zu kleine Salat fein säuberlich trapiert wird. Oder wenn man nicht weiß, dass die geilen Donut Fotos nur zustande kommen, weil man sich zufällig genau beim Fenster platziert hat, sodass das wunderschöne Tageslicht perfekt das heutige Frühstück beleuchtet.
Wir Blogger sind mit allen Wassern gewaschen und kennen jeden. einzelnen. Trick.
Oder wenn man sich fragt, warum diese Blogger immer das leckerste Essen in dem hippsten Lokal miteinander speisen, ohne zu wissen, dass sie sich nur aus Instagram-Foto-Gründen in diesem Lokal verabredet haben. (ich nehme mich hier nicht heraus!)

Wenn ich meinen Instagram Feed durchscrolle, dann stoße ich bei jedem Foto auf so eine inszenierte Szene. Und ja klar, auch meine Fotos werden schön hergerichtet, sodass es für Instagram passt, ist doch klar. Das ist nun mal die Bildsprache, die auf Social Media gesprochen wird.

Aber eines sollte euch immer bewusst sein: vieles davon ist einfach nicht echt.
Jeder Mensch hat Fehler und Dinge in seinem Leben, die nicht so erfreulich sind. Aber solche Dinge teilt man nun einfach nicht auf Social Media. Man teilt die schönen Momente im Leben. Die, in denen alles perfekt zu sein scheint.
Aber lasst euch eines sagen: nichts im Leben ist perfekt. Es gibt Höhen, es gibt Tiefen, und die schönen Ereignisse werden nun mal auf Instagram geteilt.

Lasst euch nicht runterziehen, von all diesen Fotos auf Instagram.
Legt das Handy vielleicht sogar mal weg, für ein paar Tage oder sogar eine Woche.
Schau mal, was mit dir passiert, wenn du ohne all diese Eindrücke den Tag startest.

Das Leben ist so geil, und das Leben passiert abseits von Instagram.
Wenn ich den ganzen Samstag in Berlin bis in der Früh feiern gehe, dann will ich das auch nicht unbedingt mit Instagram teilen. Schon garnicht, weil meine Handykamera abgeklebt wird…
Aber das sind genau die Momente, an denen ich keine Sekunde lang an Instagram denke. Sondern einfach nur den Moment genieße und mein Leben in vollen Zügen lebe. MEIN Leben. Nicht das Leben, das sich meine Follower wünschen.
Genau dieses Leben solltest du auch leben und keine Sekunde ein schlechtes Gewissen haben, weil du mal vergessen hast, auf Instagram zu posten.

Legt das Handy weg und macht euer Ding!

Das Leben ist so schön und bunt und freundlich und hell und lebendig – wenn man es so nimmt wie es ist. Mit all den schmutzigen Seiten, den dunklen Ecken und den Fehlern.
Genau dann ist es: LEBEN.

In diesem Sinne: euer Leben muss nicht auf Instagram geil sein, damit es in echt geil ist. Das wisst ihr selbst und sollte euch immer wieder bewusst sein.

 

Alles Liebe,
eure Ju