Montags-Motivation 12/06/17:
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Montags-Motivation 12/06/17

FREIzeit

 

Letzten Freitag habe ich einen Makrame Workshop mit Dhavi Designs besucht. In der Vorstellungsrunde hatte jeder kurz sagen sollen, wann er denn das letzte mal etwas mit den Händen gemacht hat und ob er schon mal Erfahrungen mit Makrame gemacht hat.
Ich bin sehr froh, dass ich jeden Tag etwas mit den Händen machen darf (kochen, zeichnen, Möbel aufbauen…)
Aber mit Makrame hatte ich noch keine Erfahrung und es war sehr spannend für mich zu sehen, wie sich erwachsene Menschen die Zeit nehmen, einfach mal so Baumwollschnüre in die zu Hand nehmen und handarbeiten.

Wann haben wir aufgehört das zu tun, was wir lieben und angefangen nur noch Arbeitstiere zu sein?

Mir selbst stele ich diese Frage sehr oft.
Klar unternehme ich etwas in meiner Freizeit, aber die Freizeit steht nicht für sich alleine sondern ist eigentlich nur die Lücke zwischen den Arbeitszeiten. Wenn ich etwas „in meiner Freizeit“ mache, dann ist es immer begrenzt von der Zeit, die sich durch die Arbeit ergeben lässt. Vielleicht mal ein Abend, vielleicht ein kurzes Wochenende, vielleicht mal in der Mittagspause kurz dazwischen.
So wirklich FREIzeit ist das nicht. Es ist eher Lückenzeit.

Doch wann haben wir aufgehört, intuitiv zu handeln und dem nachzugehen, was uns gut tut?
So wie damals, als wir Kinder waren. Als wir noch keinen blassen Schimmer hatten, was es wirklich heißt, Geld zu verdienen und zu arbeiten. Als wir einfach in den Garten gehen konnten und mit den anderen Kindern spielen konnten. Als wir uns um nichts kümmern mussten und einfach lachten, das Leben genossen und jeden Moment so genommen haben, wie er gekommen ist?

Ich habe es so schön gefunden, als diese Frauen beim Workshop erzählt haben, dass sie einfach gerne handarbeiten und schon dies und das gemacht haben.
Ich musste dann so an mich selbst denken und mir mal klar werden, dass ich eigentlich viel zu wenig freie Zeit habe.
Auch wenn ich meine Arbeit schon abgeschlossen habe, dann finde ich trotzdem wieder neue Arbeit. Manchmal helfe ich Freunden bei ihren Logos, oder arbeite an meiner eigenen Promotion.
Doch eigentlich sollte ich genau jetzt die Freizeit an die erste Stelle stellen!

Bei Kindern steht die Freizeit ganz ganz oben.

Und genau das sollten wir auch ab und an machen.
Kinder würden nach der Schule nie sagen, sie würden jetzt gerne noch ein bisschen Schule spielen. Nein.
Und genau so sollten wir nach unserem Arbeitstag auch denken. Und den Arbeitstag vielleicht auch nicht an die erste Stelle stellen.

Einfach mal wieder intuitiv handeln, egal was auf der Uhr steht.
Sich einfach mal treiben lassen und dem nachgehen, was in einem steckt.

Die Baumwollfäden in die Hand nehmen und ohne schlechtes Gewissen einfach mal vier Stunden stricken. Das Handy zu Hause lassen und drei Stunden spazieren gehen. Den Laptop das ganze Wochenende lang geschlossen lassen und Serien gucken.
Mach das, worauf du Bock hast, und lass dich nicht zu sehr von der Arbeit einschränken.
Du musst ja sowieso noch den Rest deines Lebens arbeiten, dann genieße wenigstens die Freizeit, so sehr du nur kannst.

In diesem Sinne: handelt diese Woche mal ein bisschen intuitiver und lasst euer innerliches Kind mehr raus.
Die Welt braucht nicht noch mehr Investment-Banker und Steuerprüfer. Die Welt braucht viel mehr Geschichtenerzähler, Träumer und Kinder.

Alles Liebe,
eure Ju